Amy Kirchhoff - Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz (BSK)
Amy Kirchhoff - Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz

“Uns gehts gut?“, fragt Amy Kirchhoff, Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz und verrät gleichzeitig den Titel der Kampagne. „Nein, nicht wirklich“, lautet die Antwort. Über die Frage, warum es nicht nur den Schüler:innen nicht gut geht und was dagegen unternommen werden muss, sprechen Amy und Tobi heute ganz ausführlich.

Der diesjährige Bildungskongress der Bundesschülerkonferenz startet am 23.01.2026. Dieses Jahr treffen sich über 200 Schüler:innen aus ganz Deutschland, um die Interessen der Schüler:innen auf nationaler Ebene zu vertreten.

Angesichts dieses Ereignisses haben wir heute Amy Kirchhoff, die Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz, bei uns zu Gast im Interview.

Amy und Tobi sprechen über die mentale Gesundheit im Schulalltag. Darüber, welche Themen viele Schüler:innen beschäftigt und psychisch belastet. Wie können wir die Situation verbessern und weiterhelfen?

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Darüber hinaus thematisieren wir…

  • Wie die Noten auf dem Papier die Persönlichkeit und das Selbstwertgefühl der Schüler:innen beeinflussen und warum es wichtig ist, auch andere Qualitäten und Kompetenzen wahrzunehmen und wertzuschätzen.
  • Was fordert die Bundesschülerkoferenz?
  • Medienkompetenz und Digitalpakt – Warum Fortbildungen sowohl für Schüler:innen als auch für Lehrer:innen so wichtig sind.
  • „Glück“ als Fach? – Wie Lehrer:innen auch ohne ein zusätzliches Fach Bewusstsein für Themen wie Resilienz in ihren Unterricht integrieren können.
  • Den kritischen Blick auf die Frage, ob wir eine Generation erziehen, die hypersensibel auf Stress reagiert und keinem hohen Druck mehr ausgesetzt werden kann?

Links zur Folge:
Website: Bundesschülerkonferenz
Kampagne: UNS GEHTS GUT? – Mental-Health-Kampagne der BSK
Instagram: Amy Kirchhoff folgen
Instagram: Bundesschülerkonferenz folgen
Organisation: German Toilet Organization e.V.

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Transkript der Folge anzeigen

Oh Gott, also ganz kurz sich, ich bin Amy, ich bin 19 Jahre alt und mache eigentlich gerade mein Abitur. Ich glaube, das wäre cool, wenn wir Schule als als Möglichkeit und als Ort der Möglichkeiten und Chancen verstehen würden, wo alle alle gerne sind. Wenn man das jetzt aus einer sehr konservativen Sicht betrachten möchte, die sehr sehr legitim ist in diesem Faktor, wenn man sich das mal finanziell anguckt, ist Resilienz in Schule zu Schulen in wirtschaftlicher Erfolg.
Genau, da müssen wir ansetzen und vielleicht ist es dann doch irgendwie mal die eine Unterrichtsstunde, wo man am Anfang mal kurz fragt, hey, wie geht's euch denn? Die den Unterschied macht für viele. Lehrer Lehrer Talk Talk Schön, dass ihr da draußen wieder zuhört. Ich bin's Tobi und ich bin heute nicht allein. Zwar ist Junus immer noch im Halbjahres-Endstress und lässt sich von daher entschuldigen, aber vor mir sitzt ein wunderbarer Gast, die Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz Amy Kirchhoff.
Herzlich willkommen, Amy. Moin, danke, dass ich da sein darf. Ja, ich freue mich riesig, dass du das machst so kurzfristig. Ähm, so Zeit für uns gefunden hast. Du bist ja sicherlich viel ausgebucht, oder? Ja, durchaus. Also, ich sag mal, neben der Stunde gibt's durchaus die 40 äh neben der Schule gibt's durchaus die 40 Stunden Wochen. Ähm, waren es so 30, aber es ist dann doch sehr oft noch ein Vollzeitjob nebenbei. Äh, also zusätzlich noch mal?
Zur zu den äh, Schulstunden noch mal 40 Stunden oben drauf sagst du. Ja, also es gibt durchaus Wochen, wo es tatsächlich so ist. Ähm, ich gehe aber entsprechend auch ein bisschen weniger in die Schule. Also die ein oder andere Freistellung, die ist dann halt mit dabei, aber es sind so ehrenamtlich durchaus 30-40 Stunden, die da noch dazu kommen. Ähm, und die Zeit ist gut mit Termin gefüllt. Ja, nicht schlecht, okay.
Gut, wie ich ich habe dich angefragt, weil ja bald die Bundesschülerkonferenz ansteht, ähm Äh, ihr hört den Podcast jetzt am Sonntag, das ist der 18.01. und die Bundesschülerkonferenz ist am äh na sag schnell 23. fängt ja an, oder? Genau. Genau. Also wir Okay machen Genau, wir machen ein Bildungskongress mit ähm 200 Schülerinnen aus Gesamtdeutschland. Ja, cool. Reden wir gleich noch mal drüber.
Ich wollte noch mal vorher sagen, darüber möchte ich mit dir reden, dann möchte ich aber erstmal ähm ja, am Schluss auch noch mal drüber reden, was wir denn so machen können, auch in der Schule konkret, äh was euch so erwartet. liebe Hörer und am Anfang würde ich aber mich freuen, wenn wir erstmal dich ein bisschen kennenlernen, Amy. Also, erzähl doch mal abgesehen davon, dass du die Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz bist. Wer bist du? Was darf man über dich erfahren? Was darf man über dich wissen und was ist so spannend an deinem Leben?
Oh Gott, also ganz kurz resümierend, ich bin Amy, ich bin 19 Jahre alt und mache eigentlich gerade mein Abitur. Ich besuche die 13. Klasse in der freien Werkschule in Meißen und bin auch schon 13 Jahre Jahre an dieser Schule. Genau, ich bin von der ersten bis der 13. Klasse ins gleiche Gebäude gegangen mit den gleichen Leuten. Ja, und ich bin auch sehr traurig, die dann in einem halben Jahr verlassen zu müssen, wenn ich ehrlich bin. Genau, aber das ist so das, was ich eigentlich mache.
Im Leistungskurs mache ich Gesundheit und Soziales und Englisch. Also, ich beschäftige mich viel mit Biologie, Psychologie und Soziologie und entsprechend Fremdsprachen. Ja, mein Abitur mache ich in Sachsen. Ähm, ich habe wenn ich auch groß geworden und neben meiner Schultätigkeit und meinem Dasein als Schülerin oder als Schülervertreterin, ja, habe ich doch das eine oder andere Projekt nebenbei. Ich gehe tatsächlich noch Hobbys nach, wenn auch sehr unregelmäßig.
Ich gehe im Chor singen und ich schwimme gerne und ich kletter gerne und genau, mein Baby Projekt ist nebenbei noch ein Festival zu organisieren, weil Musik und Menschen mag ich auch sehr gern. Oh, krass. Ja. Okay. Also Genau. frage ich mich, wie du das alles unter kriegst. Da muss muss man gut organisiert sein, glaube ich. Äh, gut organisiert und ganz ganz viele tolle Leute in meinem Leben, die mich da unterstützen.
Ähm, Genau, wie wichtig aber wie wichtig sind die Hobbys so für dich so für deine psychische Gesundheit? Die sind die sind tatsächlich sehr sehr wichtig, ähm, weil das so ein bisschen mein Ausgleich ist. Ja. Also, ähm, mein Chor, das ist meine kleine Familie und der Donnerstags irgendwie sich mal anderthalb Stunden rauszunehmen und ähm mit den gemeinsam Zeit zu verbringen und bisschen zu sehen.
Das macht auf alle Fälle mega Bock und ja, mach den mach den Kopf bisschen frei und ich glaube, das ist ganz wichtig sich da zwischendrin auch mal kurz kurz nicht erreichbar zu stellen und zu sagen, ich nehme mir mal Zeit für mich. Genau, das gibt mir auch ganz ganz viel und ich glaube, das gibt doch ganz viel Energie das zu machen, was ich sonst zu den lieben langen Tag tue. Super, das ist ja auch das Thema letztlich eurer jetzt eurer Kampagne gewesen, ne, wie es uns so geht bzw. wie es den Schülerinnen und Schülern so geht.
Was würdest du soll denn sagen, was ist so das, äh, was dir am meisten Kraft gibt, ähm, einfach nicht irgendwie unterzugehen in diesen ganzen vielen Projekten, die du so machst. Ähm, Core hast du schon gesagt, was Was ist das so das das stärkste, viele liebe Leute um dich herum, was ist so das Wichtigste, wo du so sagen würdest, das ist das wirklich das ein und alles, wenn alles andere wegbricht. Okay, aber das muss bleiben.
Ähm, ich glaube, dass äh das was immer immer immer bleiben muss, ist bin ich selbst. Ich hoffe, dass ich mich selbst in diesem ganzen Trubel nicht verliere. Ja. Ähm, und da gebe ich mir mal sehr sehr viel Mühe und ansonsten ähm sind mir meine Eltern momentan noch sehr sehr wichtig, weil die vorne und hinten mir ganz ganz viel abnehmen. Ja. Ähm, Ja, und ich glaube, was was in dem ganzen Kontext auch sehr sehr wichtig ist, es sich zu organisieren. Ähm, dir zeige ich es gerade, ich habe ein kleines Notizbuchlein.
Ich bin da inzwischen wieder eine analoge Maus geworden und schreib mir ganz viele To-Do-Listen. Ja. Ähm, Genau, und ich glaube, das ist auch Du hast aus dem Kalender oder sowas? Kalender auch analog oder? Nee, das hab Hast ich tatsächlich du eine Sekretärin oder sowas? Also, ich habe ja den Termin gar nicht mit dir abgesprochen, muss ich ja mal ganz kurz erzählen, ne? Ich habe dann hier so an die Medien, wie heißt, wie heißt deine, deine Kollegin Medienbeauftragte oder sowas, ne? Für Presse. Meine, meine Pressebeauftragte, das ist Tilda.
Ähm, Tilda nimmt mir ganz, ganz viel ab. Genau, wir haben, also in der Bundesschülerkonferenz haben wir den Vorstand aus 15 Leuten und wir haben drei Hauptamtliche, die für uns noch mitarbeiten. Und genau, das, das ist natürlich auch ein riesiger Faktor. Also wir, ich habe einen digitalen Kalender, damit die da halt auch alle mit drin rum schreiben können und rumplanen können. Genau, Tilda macht sie die ganze Pressekoordination und ähm Jenny, die macht für mich, die ist tatsächlich hauptamtlich bei uns angestellt, die macht auch so Austauschkoordination und guckt, okay, wann passt das, wie passt das?
Und ähm dann muss ich nicht ganz alle Mails lesen, sondern es gibt so mein Postfach, das muss ich lesen und die anderen Funk also was nennt sich das dann Funktionspostfächer, also sowas wie presse@bundeschülerkonferenz z.B. Das wird dann für mich übernommen. Ähm und ich glaube, das ist auch ganz ganz wichtig, dass wir die Arbeit, die wir haben, auf ganz viele Schultern verteilen, ähm damit alle zu zwar viel machen und wir ganz effizient sind, aber sich niemand übernimmt. Mhm. Okay. Und wie wird man denn eigentlich Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz?
Also, das ist ja schon schon was, ne? Oder? Bist du stolz drauf, Amy? Ja, schon. Ja, schon. Aber ich habe auch Bist du letztes Jahr gewählt worden, oder? Im November ist das richtig? Ja, genau. Jetzt Genau. Glückwunsch noch nachträglich Danke, danke. Ja. Nee, genau. Ich habe schon einen langen langen Weg in der Schüler:innenvertretung hinter mir inzwischen sind es 8 Jahre.
Genau, ich bin in der achten, also ich war so sechste, siebte Klasse, war ich immer Klassensprecherin und war dann halt im Schülerrat mit den coolen, großen Leuten und in der achten Klasse bin ich dann das erste Mal stellvertretende Schülersprecherin geworden. Und in Sachsen ist das so, dass man als Schülersprecher oder stellvertretender Schülersprecher zum Kreisschulerrat geht.
Und der hat dann so Vollversammlungen und ehemaliger Schüler oder also der das vor mir war, der saß dort im Vorstand und und ich habe dann, es war zu Corona-Zeiten noch, da hatten wir eine Online-Sitzung und da habe ich ihm nebenbei geschrieben, meinte so: "Nils, ist das cool?
Soll ich das machen?" Und jetzt war so auf alle Fälle, das macht ultra Spaß und so bin ich im Kreisschülerrat gelandet und habe da das erste Mal irgendwie Leute kennengelernt, die genauso begeistert waren wie ich, ähm, was so Veränderung von Schule angeht und dann war das wie so eine Spirale, dass ich, ähm, den Kreismeister in der Landesebene vertreten habe und dann da auch in den Landesvorstand gekommen bin und vor meiner Zeit als Generalsekretärin war ich jetzt zwei wäre Landesvorsitzende vom Landesschulrat in Sachsen.
Genau und habe da ganz ganz viel gemacht von Aktionswochen über Forderungspapyre zur Landtagswahl bis hin zu einem neuen Grundsatzprogramm, was wir geschrieben haben. Also schon da war neben der Schule viel viel los. Genau und jetzt freue ich mich das Ganze auf Bundesebene machen zu können.
Natürlich in einem ganz anderen Rahmen, weil Bildung ist Ländersache und jetzt muss man sehr sehr viel diplomatischer mit dem Ministerium sprechen und wir machen ganz viel Netzwerkarbeit, aber es Ist genauso spannend und ich bin auch noch ganz gespannt, was das kommende Jahr, ja fast noch, auf mich und auch meine Stellvertreter hinzukommen wird. Ja, okay, klasse, sehr schön. Ja, also ich wollte noch ein paar Fragen, ich wollte dich noch mal fragen nach deinem schönsten Erlebnis aus deiner Schulzeit.
Fällt dir da auch spontan was ein? Irgendwie sowas, wo du sagen würdest, da habe ich mich so richtig wohlgefühlt. Ich war vergangenen Sommer mit einem Großteil meiner Klasse und auch einigen aus der Klasse unter mir in London auf Sprachenfahrt und da waren wir gemeinsam in Mama Mia Musical.
Und es war wahnsinnig toll, weil alle, die auch vorher nicht so Bock hatten, waren Ja richtig begeistert und dann sind wir uns sind wir aus diesem Theater raus und wir sind uns alle in die Arme gefallen und waren einfach alle richtig richtig glücklich und auch unsere Lehrkräfte, die dabei waren, waren richtig begeistert und es gibt so ein ganz abge, also ein abgespacetes Gruppenfoto von diesem Abend, das ist das einzige Gruppenfoto von der gesamten Fahrt und alle sehen einfach richtig glücklich und so fast high aus, weil sie alle so glücklich sind.
Das war ein richtig richtig schöner Abend, da denken wir alle noch super gerne dran zurück. Genau, das das hat uns alle noch mal richtig zusammengeschweißt. Wow, jetzt nennst du jetzt nennst du eine Schulfahrt und du nennst einen Musicalbesuch. Also, ich bin Musiklehrer. Das freut mich sehr, dass du da so ein Event nennst. Genau, und du nennst eine Schulfahrt und Schulfahrten sind ja manchmal so ein bisschen schwierig, ne?
Also, weil die ja, also ich meine jetzt nicht schwierig von also für für die Lehrer oder Schüler, das ist immer ganz großartig, sondern sie werden gekürzt. Das meine ich. Also, das, was du sofort nennst, als ersten Punkt wird gekürzt. Wie findest du das? Mega scheiße, um das ganz erlaubt zu sagen. Ähm, ich bin ja jung und noch im Sturm und Drang, deswegen sage ich, darf man das auch. Ja, ja, darf man. Darfst du auch hier bei uns haben. Nee, es ist halt wirklich der Punkt.
Ähm, wo kommt eine Klasse zusammen und wo bildet sich tatsächlich Klassengemeinschaft? Ist es der Deutschunterricht, wo ich zum dritten Mal über die Definition vom Neologismus rede? Das dachte ich ja, sagst du jetzt als dein schönstes Erlebnis. Den Deutschunterricht über den Neologismus, aber nein. Nee, tatsächlich nicht, tatsächlich nicht.
Ja, Ja, Ja, Ja, Nee, es ist es sind natürlich irgendwie die Momente, wo man gemeinsam erlebt und klar gibt's immer mal wieder lustige Sachen, aber ich glaube, wenn ich jetzt zurück gucke auf meine Schulzeit sind die Sachen, die mir vor allem in Erinnerung bleiben, Projekttage, Projektwochen, Mhm. Cool Fahrten und alles was man auch so außerhalb vom Unterricht miteinander gemacht hat. Mhm.
Und na klar, Unterricht ist auch wichtig und deswegen gehen wir auch in die Schule und es ist ganz wichtig und ganz toll zu lernen, aber das was eine Klasse und eine Klassengemeinschaft ausmacht, das ist das, was ähm zwischenmenschlich entsteht und das halt häufig außerhalb vom Unterricht. Ja. Ähm und ich glaube, dass mit jeder Kürzung und mit jedem Projekttag, der weniger stattfindet und mit jeder Schulfahrt, die ausfällt, genau das immer mehr kaputt geht und viel viel weniger entstehen kann. Mhm. Ähm was dann auch wiederum natürlich beeinträchtigt, wie gerne man zur Schule geht und wie gerne man lernt. Ja.
Also du sprichst da ganz äh mir aus dem Herzen. Wir haben auch mal eine Podcast-Folge gemacht zum Thema Schulleben vs. Kerngeschäft Unterricht, ähm was im Prinzip zu wichtiger ist und so und ich meine natürlich, also kurz zusammengefasst, Kerngeschäft Unterricht sollte man natürlich nicht irgendwie wegkürzen, das ist ja immer noch so das Kerngeschäft eben, aber das Schulleben ist äh total wichtig als Basis letztlich für das Kerngeschäft, so wie du es gerade eben auch formuliert hast, ne? Ähm, ja, aber ich will dich auch noch mal nach einer Krise fragen.
Hast du auch schon mal eine hast du mal eine Krise erlebt in deiner Schulzeit? Magst du das? Traust du dich? Magst du das erzählen? Gab's da aber irgendwie was, wo du sagst, oh, das war irgendwie, ah, das war so richtig Es war so richtig schlimm, dass so, also wenn wenn du jetzt nichts, also du musst kannst ja auch von deiner besten Freundin erzählen anonym oder sowas. Nee, also ich glaube, ich glaube, da fahren wir zwei Sachen ein. Das erste Mal, dass ich nicht wieder Klassensprecherin geworden bin, das war für mich echt ziemlich traurig, weil ich die ganze Schülervertretungssache mit viel Herzblut mache.
Mhm. Ähm, das war in der Oberstufe nicht mehr so cool. Ähm, ich war dann aber, daher ich auch so viel anderen Ebenen unterwegs bin, musste ich das gar nicht mehr sein, um das weiter zu machen, was ich mache, deswegen konnte ich meine Arbeit trotzdem sehr sehr gut weitermachen. Ähm, und bin da inzwischen auch gut drüber hinweg, wo ich noch nicht drüber hinweg bin, ähm, bei meiner ersten Mathe Klausur in der Oberstufe, vier Punkte. Okay. Na, immerhin nicht null. Also da kann ich auch andere kann ich auch andere Sachen.
Ja, immerhin nicht null, aber das ist glaube ich, ähm, ja, das ist frustriert mich immer noch so ein bisschen. Ich stehe wirklich momentan mit meinem Gesamtabschluss sehr sehr gut da, aber Mathe ist so ein Fach, ich weiß nicht, irgendwie bin ich da ausgestiegen und ich versuche den Zug wieder einzusteigen, aber er fährt irgendwie schneller, als ich rennen kann. Ist nicht so gut. Ich glaube aber, das ist was was vielen vielen so geht.
Such such dir eins aus, entweder die missglückte Wahl zu Klassensprecherin oder Schulsprecherin oder deine Matheklausur, was hat das mit dir gemacht mit deinem Wohlbefinden? Das ist ja, ich frag das, weil das ist ja unser Thema, ne? Ich will das ein bisschen mal mal gucken, wie wie es so so einer Schülerin dann geht, ne?
Die wir ja tagtäglich wirklich als Lehrer sehen wir tagtäglich eben haben wir sie vor uns, die Schülerinnen und Schüler, die solche Erlebnisse haben und manchmal wissen wir es, manchmal wissen wir es nicht. So, Amy. Ich glaube, ich würde die Mathe-Note nehmen, weil ich glaube damit das kennen wahrscheinlich auch viele von euch da draußen nicht zuhören noch aus ihrer eigenen Schulzeit, dass Mathe ja irgendwie was ist, was oft schwer fällt und was macht das mit einem?
Es ist natürlich erstmal dieses Ding von okay, man guckt was hat der Rest der Klasse und dann stellt man oft fest, ach Mensch, diese besser als ich. Ähm, und ich finde, das ist was was oder was auch mich oft in meinem in meinem Selbstwert und in meinem Selbstbild immer sehr beeinflusst hat, weil ich mich ganz ganz lange da dran gemessen habe, wie meine Leistungen in der Schule sind.
Ähm, glaube ich, wie den Jugendlichen so geht, dass irgendwie das, was auf dem Papier steht, diese Note, die mir da gegeben wird, das sagt irgendwas über meinen Selbstwert aus und ich glaube, der Schritt dahin zu gehen, dass das nicht so ist, das dauert sehr sehr lange und manche machen den gar nicht in ihrer Schulzeit. Ja. Ähm, und ich glaube, das war damals einer, der noch ein bisschen voraus war. Ähm, ich war noch auf dem Weg zu dem Schritt. Ähm, und deswegen hat mich das damals sehr sehr mitgenommen und mich auch sehr zweifeln lassen, ob das tatsächlich so eine so eine smarte Idee war. Mhm.
Äh Auch wenn ich wusste, dass ich ganz viel anderes richtig richtig gut kann, das war irgendwie trotzdem so sehr hat mich sehr an die Zweifel lassen einfach. Mhm, ja und wie bist du da wieder rausgekommen? Hat dir irgendjemand geholfen oder warst du das selber? Hast dich mit dem - am eigenen Schopfe aus dem Sumpf gezogen oder wie war das? Also es ist jetzt nur ein kleines Beispiel, aber es ist ja wirklich die Frage so, ne?
Oder nee, ich frag noch mal frag noch mal vorweg. Ähm, hat das irgend jemand gemerkt? Also hast hat das deine Mathelehrerin oder Mathelehrer haben die das gemerkt? Ich frag deswegen, weil es gibt ja unterschiedliche, ne? Es gibt welche, die sagen, die hier Amy, vier Punkte. Das war nichts, ne? Also, ich habe auch schon mal in unserem Podcast erzählt, ähm, ich erzähl ein bisschen, dann kannst du drüber nachdenken über deine Antwort.
Ich habe mal erzählt, dass ich eine Englisch Arbeit mal zurückbekommen habe in der neunten Klasse und ähm und ich äh war nicht so gut in Englisch in der neunten Klasse und äh habe hab dann eine drei geschrieben und ich war so glücklich. Ich war so glücklich, dass ich eine drei geschrieben habe.
Es war einfach für mich eine super Note und mein Englischlehrer kommt dann noch mal in der zweiten Runde an mir vorbei und sagt: "Also, das wirst du jetzt, das ist jetzt auch wirklich die beste Note, die du eigentlich so erreichen kannst, ne? Also besser kannst du es auch nicht schaffen, ne?" Und das war also, ah, ha, das tat Ja. Das tut mir heute noch weh.
Genau, aber aber aber zurück zu deiner zu deiner Mathearbeit, ich habe mal von einer Kollegin gehört, die äh sich die offen bekundet hat, dass sie das gerne macht, auch schlechte Noten geben und dass sie sich da auch rück drüber freut, dass sie es ja. So, Amy, du bist dran. Wie ist es? Matheklausur. Ja, die Kollegin finde ich ganz merkwürdig, die sollte sich noch mal überlegen, ob sie mit Kindern und Jugendlichen arbeiten möchte. Ganz liebe Grüße. Ähm.
Nee, ich glaube meine Mathelehrerin, ähm, die hat da A sehr sehr viel Verständnis für. Ich glaube, die war einfach nur so ein bisschen enttäuscht, weil sie kannte meine Mathenoten vorher und die waren deutlich deutlich besser. Mhm. Ähm, und ich habe mich über das Halbjahr noch auf sieben Punkte hochgekämpft und hatte im nächsten Halbjahr auch tatsächlich 11, aber das Thema lag mir auch einfach viel besser. Und momentan sieht es auch nicht so gut aus und manchmal kommt sie zu mir und ist so: "Ey, was war denn los?" Und dann bin ich: "Silke, ich weiß es nicht.
Ich weiß es nicht." Und ich setze mich zu Hause hin und ich lerne Aha.
und Ich bin aber inzwischen an dem Punkt, wo ich sage, okay, ich versuche das zu verstehen und ich versuche nicht aufzugeben, aber nur weil ich keine 15 Punkte Mathe schreibe, bin ich nicht weniger wert als Mensch an sich und ich glaube, das ist das, was mich da tatsächlich viel mehr rausgeholt hat, als die bessere Noten zu schreiben, weil das ist schön und gut und für mein Abi werde ich auch noch mal ganz ganz viel lernen und vielleicht macht vom Vorabi noch mal richtig Klick und ich verstehe auf einmal Integral Flächenberechnung und warum ich das brauche und vielleicht nicht und es ist trotzdem Trotzdem weil das voll okay, weil ich ganz ganz viele andere Qualitäten habe und zum Glück möchte ich keine Mathematik Ja, Ja.
Und wer gibt dir das Gefühl, dass du auch eben als Mensch genauso viel wert bist wie andere, die vielleicht 15 Punkte schreiben? Wer gibt dir das Gefühl? Also, ich glaube als das viel sich selber dem immer mal wieder bewusst werden, aber ich glaube auch mein Umfeld ist da inzwischen eines, dass da nicht mehr so viel Wert drauf legt.
Also sowohl meine Eltern sind da inzwischen sehr von abge abgegangen zu sagen, also, sie waren auch nie so wirklich streng mit mir, Mhm ähm, die waren auch selber nicht so die besten in der Schule, deswegen haben sie immer gesagt, "Mein Gott, solange du das Beste versuchst, das ist in Ordnung." Ähm, und ich glaube, es ist aber auch tatsächlich so, dass ganz viele, die sich viel damit auseinandersetzen und sie sich viel damit auseinandersetzen im Umfeld, wie kommen die Noten zustande, weil das ist ja ein riesiges Thema auch in der Schüler:innenvertretung.
Wollen wir Noten, wollen wir keine Noten, weil so viele damit ähm immer wieder ja, sich informieren, Studien lesen und so weiter und so fort. Ja. wissen wir auch, dass Noten so subjektiv sind, dass das was ist, was halt wirklich wenig über die Leute aussagt und in den Kreisen, in den ich inzwischen unterwegs bin, wird so viel Werte draufgelegt, was man ansonsten an Kompetenzen hat, die man in der Schule gar nicht braucht.
Also, wer kann die guten Projekt organisieren z.B. ist dann ein Thema, das viel relevanter ist und das sind Qualitäten, wo wir sagen, das macht oft Personen aus. Wie gehen Sie in dem Team um, wie können Sie im Team arbeiten? Ja. Was was kann Sie vielleicht auch einfach für für kreative Fähigkeiten und ich glaube, dass ich da einfach tatsächlich inzwischen so einer Bubble bin, die da so viel Wert drauf legt, dass die Mathe-Note da fällt, das mir sich egal geworden ist. Ja, das Menschliche, das hatten wir ja vorhin auch schon mit deiner England-Fahrt, ne?
Das spielt in Schule irgendwie, glaube ich, eine riesen Rolle für das Wohlbefinden und dass man dann als Schüler sagen kann, okay, ich habe irgendwie so ein mir geht es gut, dass man dann als Schüler wirklich sagen kann, mir geht es gut Ausrufezeichen trotz vielleicht einer misslungenen Mathe Arbeit und deswegen finde ich das mit der Benotung, das ist auch für mich ein riesen Thema, also weil ich das Gefühl habe, diese diese menschliche Beziehung, die ich immer mühselig aufbaue zu meinen Schülerinnen und Schülern, die mache ich dann mit einem Mal in der Notenbesprechung kaputt, ja?
Und das ähm ist schwierig, ist nicht so einfach. Ich hatte mal einen älteren Kollegen gehabt, der zu mir gesagt hat, du musst irgendwie versuchen die diese diese Benutzungsschiene mit dem menschlichen irgendwie zu trennen. Wenn dir das gelingt, dann hast du viel gewonnen, ne? Und äh ich fand das toll, was du von deiner Mathe Lehrerin erzählt hast. Ich weiß nicht, ob dir das so bewusst war, sie hat, du hast gesagt, sie hat dich gefragt: "Hey, was ist denn los mit dir?" Das ist ja eine Frage, das ist ja eine menschliche Frage.
Sie sieht dich da ja als Mensch. Sie sie sie benutze dich zwar, aber gleichzeitig habt ihr anscheinend eine andere Ebene. Ihr tut euch anscheinend auch, das mache ich jetzt nicht mit meinen äh Schülern, aber ähm äh dann äh sie sieht dich da als Mensch, ne? Und das äh fand ich bemerkenswert. Ja, auf alle Fälle, also ich komme von der freien Schule, muss man dazu sagen ähm und das ist jetzt nicht irgendwie Jena-Plan oder Waldorf oder Montessori, sondern so von allem bisschen das rausgegriffen, was den Eltern, die die damals gegründet haben, am besten gefallen hat.
Und ein ganz grundlegender Pfeiler dieser Schule ist es aber, dass sich alle duzen und ich weiß, dass es eine wahnsinnig privilegierte Situation ist, in der ich da bin und dass es ganz vielen Schülern nicht so geht, aber bei uns führt es tatsächlich dazu, dass ganz oft im Gespräch viel mehr auf Augenhöhe stattfindet und dass auch die Beziehung zu unseren Lehrkräften insgesamt persönlicher ist.
Ohne zu persönlich zu sein, also ist nicht unprofessionell oder so, sondern das ist einfach die wissen halt ungefähr, was bei uns abgeht und können auch ganz ganz oft deswegen unsere Leistungen besser einschätzen, die unterhalten sich mit uns, die wissen, wenn es zu Hause nicht so gut läuft, die wissen wenn in der Klasse gerade irgendwas passiert und das ist glaube ich was was in dem Schulalltag ganz oft eigentlich helfen kann, wenn man eben das nicht so strikt trennt von ich komme zum Unterricht, ich bin aber in der Pause im Lehrerzimmer, weil ich komme dann zur zweiten Doppelstunde wieder, sondern dass man ja, Schule als Gemeinschaft lebt, ähm, und ob man sich da zwang duz muss oder nicht, sei mal dahingestellt, aber ich glaube, das ist ein Weg so bei Jeren abzusenken, zumindest aus meiner persönlichen Erfahrung.
Ja. Ja. Ähm, Ja, auf alle Fälle, ähm, also alle, die drüber nachdenken, ich kann es ja verstehen. Ja, super. Okay, wirst du dafür mal eigentlich manchmal so kritisiert oder in Frage gestellt, weil du vertrittst ja, ähm, quasi alle Schülerinnen und Schüler der Bundesrepublik Deutschlands ähm, und kann man das so sagen und äh kommt kommst aber von einer Privatschule, wenn ich das so mal so fragen darf, wie ist das so, also und wie rechtfertigst du das?
Also, ich werde dadurch, also na klar ist das immer mal wieder ein Thema, ich bin aber A nicht die einzige und B ist ja, also muss man das auch ganz ehrlich so sehen, der ganze Schülervertretungskosmos ist immer ein bisschen gebiast. Also, wer landet denn in der Schülervertretung, die Leute, die sich das A finanziell leisten können und die Leute, die sich das Leistungstechnisch leisten können.
Die Schüler in denen es wirklich schlecht in Schule geht, die mit den Aufgaben nicht hinterherkommen, die das System, also die einfach an diesem System kaputt gehen, die sind so damit beschäftigt sich bei Wasser zu halten, die haben gar keine Kapazität sich hinzustellen und zu sagen, mir geht's schlecht.
Das können nur Schüler, in die mit dem System zumindest halbwegs klar kommen und ich habe den großen großen Vorteil, dass ich das tue und dass mir das noch nie schwer gefallen ist, mich da irgendwie groß durchzumanövrieren und mir reicht das spätestens oder na ja, teilweise auch frühestens zwei zwei Abende oder einen Abend vor der Klausur anzufangen zu lernen. Ja.
Ähm, und ich glaube, das ist so Privatschule ist noch mal so dieses eigene Ding, aber wir haben z.B. auch wahnsinnig viele Gymnasiastinnen und das ist legt natürlich auch oft den den Fokus auf na ja, Abitur, studieren und andere Sachen wie ein Hauptschul-Abschluss, wie ein Realschulabschluss, wie eine Ausbildung fallen hinten runter. Und ich glaube, es ist ganz wichtig, dass wir uns da zum einen drüber bewusst sind. Zum anderen, was jetzt meine konkrete Person angeht, mache ich aber auch Mehrheitsvertretung.
So ein schönes Wort, was wir auch immer mal wieder anbringen wenn uns da jemand drauf anspricht, am Ende vertrete ich ja in den meisten Punkten gar nicht meine eigene persönliche Meinung, sondern das, was ganz ganz viele Schüler in aus den Schulen über die Kreisebene, über die Landesebene bis hin zu uns in die Bundesebene bringen. Ja. Und wir haben eine ganz breite Beschlusslage unter die bin ich auch gebunden. Ja. Und die vertrete ich dann entsprechend auch. Ähm, und so kann ich sicherstellen, dass ich zwar den ein oder anderen Einblick in meine Schule geben kann, Ja.
ähm, aber vor allem das vertrete, was was die deutschen Schüler in gerade auf dem Herzen haben. Ja. Und ich will noch mal sagen, du hast ja vielleicht auch ein positives Beispiel vor Augen, ne? Und weiß, wie es gut gut sein kann, ne? Stichwort Beziehungsarbeit zwischen Lehrern und Schülern. Aber du hast so eine fantastische Überleitung hier geliefert gerade. Vielen Dank, Amy. Gehen wir doch mal auf die Bundesschülerkonferenz, die jetzt ansteht. Du bist wahrscheinlich in der absoluten Hochvorbereitungsphase, oder ist das schon alles abgeschlossen?
Na ja, ganz fertig ist es noch nicht. Die Anmeldung ist, also heute ist der 12. Januar, wo wir aufnehmen. Gestern war die wurde die Anmeldung geschlossen. Unsere Anmeldezahlen sind durch die Decke geschossen, das hat uns sehr gefreut. Ja über 200 Anmeldungen, wir haben nur 200 Plätze, wir müssen ein bisschen gucken, wer kommt. Ja. Aber genau, wir sind gerade wir sind gerade in den letzten Vorbereitungszügen und ich bin sehr sehr gespannt und ähm ich freue mich sehr auf das Wochenende. Ja.
Dann erzähl doch mal ganz kurz ähm was die Bundesschülerkonferenz eigentlich jetzt da so ist an dem 23. bis 25. Was was ihr da so macht und warum vielleicht kannst du es äh so zu so erzählen, dass es für uns Lehrkräfte auch irgendwie so interessant ist, dass dass wir da irgendwie so einen Bezug zu uns auch dann finden. Ja, also ganz grundsätzlich ähm wahrscheinlich also so mit Schülerrat sind ja die meisten von euch. Bist du sicherlich vertraut. dass es irgendwie an der Schule gibt.
Und wie gesagt, das gibt je nach Bundesland ist es immer ein bisschen unterschiedlich, dass man in diese verschiedenen Ebenen gesamt wird. Und die Bundesschülerkonferenz per se ist erstmal ein Zusammenschluss von verschiedenen Landesschülervertretungen. Also wir sind jetzt in keinen Rechtstext festgeschrieben, aber 15 von 16 Bundesländern Nordrhein-Westfalen ist nicht dabei, weil die gern andere Bedingungen hätten. Ganz ganz langes Thema. Das Kapitel müssen wir glaube ich gar nicht ausschalten. Klingt kompliziert.
Ist es auch, wir versuchen unser Bestes. Wir sind trotzdem der Großteil von Deutschland und insgesamt über 8 Millionen Schüler in die wir gerade vertreten. Deswegen ich man kann sagen, was wir dass wir für die deutschen Schüler entsprechen. Ja.
Genau und wir kommen als Bundesschülerkonferenz eigentlich auf Plenartagungen zusammen, was jetzt im November war, wo ich gewählt wurde und was das nächste Mal im März ist und wir machen aber auch andere Veranstaltungen und so ist uns das Thema mentale Gesundheit über den Weg gelaufen und wir haben angefangen anfangen eine Kampagne dazu zu planen. Die Kampagne uns geht's gut mit dem Fragezeichen hinten dran, wo wir auf das Thema und am Ende des Tages die Krise der mentalen Gesundheit von Schülern aufmerksam machen wollen.
Und in diesem Rahmen findet der Bildungskongress statt, den du angesprochen hast in zwei Wochen, wo wir mit 200 Schüler in aus Schülervertretung aber auch einfach so aus der Schule zusammenkommen, um über genau dieses Thema zu sprechen. Wie geht's euch in Schule? Geht's euch gut? Wie geht's uns? Geht's uns gut? Das ist so ein bisschen der Diskussionsanlass. Mhm.
Und ähm wir hoffen daraus ableitend ähm so das, was wir eh im Rahmen dieser Kampagne fordern, noch mal ein bisschen zu bestätigen und auch die Schüler einzubestärken, dass die von diesem Kongress wiederkommen und in verschiedenen Diskussionsformaten, in Workshops, in Open Space-Phasen, ähm bei Podiumsdiskussion, dass die sich a) gehört fühlen und b) vielleicht auch mit der ein oder anderen Idee zurückkommen, um Mhm dann an Schulen zu sein, ähm wo sie sehen, oh, wir haben dieses Problem. Ach, ich habe da mit Leuten geredet. Mhm.
Wir haben das Problem gelöst. Mhm. Oh, cool. Direkt gelöst. Okay. Also ihr löst auch Probleme. Ihr stellt nicht nur Forderungen sozusagen an die Politikerinnen und Politiker oder bitte? Das ist das ist das ist auf alle Fälle die Hoffnung. Ja. Wir haben verschiedenste Formate auch geplant, wie Schüler in untereinander miteinander sprechen können.
Dass wenn jemand kommt und sagt, boah, keine Ahnung, wir haben irgendwie voll das Problem, dass Diversität bei uns nicht groß, sondern sehr sehr klein geschrieben wird, aber ich wenn die sich z.B. als ähm Transgender oder als nicht nicht binär einordnen und sagen eigentlich hätte ich gerne auch Gender Toilette, solche Sachen, dass man genau an an solchen Punkten ins Gespräch kommen kann und sagen kann, boah, ich verstehe voll, dass das belastend ist.
Wir hatten an meiner Schule auch das Problem, wir haben das über folgende Gesprächswege z.B. gelöst, dass die genau diese konkreten Lösungen mitnehmen können, um das dann an Schule umzusetzen, um sich Lehrkräfte zu suchen, wo sie wissen, die haben das Thema auch auf dem Schirm mit denen gemeinsam zu arbeiten. Und das ist so ein bisschen unsere Hoffnung, dass zum einen wir natürlich Input bekommen, wie es den Schülern entgeht, aber dass die auch ganz ganz viel mitnehmen können, um ihre Schule zu verbessern, damit die mentale Gesundheit von allen Schülern in Deutschland besser wird. Mhm.
Ähm, ohne zu sagen, dass Schüler dafür verantwortlich sind, das System zu retten. Ja. Ähm, aber in unserem kleinen Kosmos können wir dann doch die eine oder andere Veränderung anstoßen zumindest. Oh, jetzt habe ich zwei Fragen im Kopf. Äh, such dir eine aus. Ähm, warum geht's denn eigentlich uns so schlecht? Also bzw. warum geht's denn den den Schülern so schlecht und äh wer ist denn dafür verantwortlich, das System zu retten? Ich konnte mich nicht entscheiden. Ich kann dir auch einfach beide beantworten. Ja, das ist cool.
Ich glaube uns geht's aus ganz vielen Gründen nicht so gut. Die die Frage, die wir da stellen ist ja offensichtlich eine rhetorische, weil nein uns geht's nicht gut. Wenn wir uns das Schulbarometer der Robert Bosch Stiftung angucken, sehen wir das, wenn wir uns verschiedenste andere Studien angucken, die Ja, ja, warte, warte, warte, warte, warte, nicht jeder kennt diese Studie. Alles gut? Stimmt. Ja, nee, stimmt. Ich weiß ich ich Ich bin nur so, bei uns, wir reden da so oft drüber, deswegen Ja, ja, ja, ja, ja, ja.
Ich finde das nicht so Das Schulbarometer ist die Genau erste Erhebung gewesen, wo in der breiten Fläche Schüler in befragt wurden, wie es ihnen denn geht. Und das ist so die erste Studie, die rauskam, die sich tatsächlich mit dem Wohlbefinden von Schülern beschäftigt. Die hat eine Breite von 1800 Teilnehmern gehabt und hat Zahlen ergeben, wie beispielsweise 20% fühlen sich sehr unwohl in Schule. Mhm. Ähm, dass es jede fünfte Schüler in einer Klasse Mhm. Da fehlen einige. Ja, ja. Wann wann jetzt?
Jetzt gerade aktuell 20 % sagst du? 20 also die genau die Zahlen sind von 20 24 und 20 25 sind aber auch noch ein zwei andere andere Studien rausgekommen, die sehr sehr ähnliche Zahlen ergeben haben. Genau, auf die verweisen wir z.B. auch.
Also was ich was ich was ich ja erschreckend finde, ich hatte da habe ich auch mit hier meinem Podcast Kollegen Yunus drüber gesprochen, hörte noch mal nach die anderen Folgen, was ich ja erschreckend finde, ist das ja vor Corona waren es glaube ich 15 % während Corona waren es dann ich glaube 50 % und jetzt nach Corona, ich hatte eine Zahl gehört, die ging so in Richtung 30%.
Das heißt, es ist eben auf dieses vor Corona Niveau nicht mehr wieder zurückgegangen, sondern es hat sich quasi verdoppelt. Ja. Also, ähm, du sagst es jetzt 20%, aber komm egal, also ob jetzt 20% oder 30%. Äh, eigentlich könnte man sagen, jedes Prozent ist zu viel, ne? Äh, aber das auf alle Fälle und ähm das Schulbarometer z.B. ist auch eine Selbsteinschätzung von Schülerinnen.
Also, Ach so ähm, da geht's auch darum, wie viel Schülerinnen sich selbst als psychisch belastet beschreiben und auch da gehen die Zahlen z.B. schon aus auseinander, wenn man Schülerin selbst befragt, wenn man Lehrkräfte befragt, die ihre Schülerin bewerten sollen, was deren Einschätzung ist. Also schon da sind die Prozente, wenn man die Lehrkräfte fragt z.B. höher aus als bei den Schülerin. Ja. Also das ist auch so ein Ding von Selbst- und Fremdwahrnehmung. Was wir aber feststellen, Studien lang technisch uns geht's nicht gut, woran liegt das?
Du hast gerade Corona angesprochen, Corona hat nach wie vor unsere Einschätzung nach Auswirkungen. Wir wissen aber nicht konkret, wie die aussehen, weil die Studien ja recht spät angefangen wurden. Also es gab ja niemand, der sich nach Corona hingestellt hat und gesagt hat, okay, wir machen jetzt mal eine Erhebung dazu, wie sich jetzt das Verhalten von Schülern geändert hat.
Oder es gab so ein sehr sehr klein Maße, also wie konkret Schülern beeinflusst wurden, wissen wir bis heute nicht und werden wir auch nie wissen, weil es inzwischen viel zu lange her ist, um die Zahlen so zu erheben, dass sie uns ja groß weiterbringen würden. Zum anderen natürlich viel besprochenes Thema Social Media, was immer wieder belastet, insbesondere einfach in diesem Aspekt von dauerhaft erreicht sein und dauerhaft informiert werden. Und das dauerhaft informiert werden über Krisen. Wir haben nicht nur Russland, Ukraine, was hier in Europa passiert.
Wir haben den Nordost Konflikt, wir haben den Sudan jetzt ganz aktuell, Venezuela, die USA, die USA, die über Grönland spricht, was ja auch im Endeffekt wieder ein europäischer Konflikt wäre. Also es ist ja ganz ganz viel, was irgendwie passiert und an Schülern geht das natürlich nicht vorbei. Ich hab gelesen irgendwo Ich weiß nicht mehr, wo. Vielleicht weißt du das, vielleicht hast du das im Kopf.
Kopf, äh, dass das, ähm, sozusagen Angst Nummer eins bei Schülerinnen und Schülern, ähm, ist die Kriege in der Welt, ne? Ja, also kommt ja auch immer wieder raus, ähm, es ist, glaube ich, was was jetzt auch durch die Wehrpflichtdebatte noch mal groß aufgekommen ist, Mhm. aber wie gesagt auch so, also jeder der der der Tagesschau oder ZDF auf Instagram folgt, sieht ja einfach nur Nachricht nach Nachricht nach Nachricht, Ja.
ähm, was alles so in der Welt passiert und da hat man natürlich zum einen die Kriege und dann hat man zum anderen das Thema Rente, also alles was nicht nur Rente, sondern auch Arbeit Bezug auf KI, wie entwickelt sich unsere Gesellschaft, wie welche Chancen habe ich, welche Arbeitsmärkte schließen sich vielleicht auch einfach, weil sie von von KI übernommen werden. Und dann hat man natürlich auch das ganze Klimathema, was zwar nicht mehr so relevant oder was nicht mehr so viel besprochen wird, wie 2019 relevant ist es immer noch. Ja, ja, ja, genau.
Aber auch das ist natürlich was was Schülerin beschäftigt und ähm ich glaube, das sind alles Themen, die Wenn man da jetzt nicht, um das große große Wort Resilienz in den Mund zu nehmen, Ja, das muss man machen. Genau. Wenn man einfach ja genau diese Widerstandsfähigkeit nicht hat, Ja. ganz schlecht damit umgehen kann und was dann wirklich schnell zu psychischen Belastungen führt. Genau. Ich glaube, das sind ganz viele Faktoren, die da immer wieder mit drauf einwirken, dass es uns nicht so gut geht. Jetzt jetzt weiß ich wirklich nicht, wo ich weitermachen soll.
Amy, es ist alles so spannend, aber ich greife mal das Wort Resilienz auf, weil das hast du jetzt gerade geliefert und ich habe es mir tatsächlich auch notiert, dass ich da mit dir drüber sprechen möchte. Wir hatten ja vorhin auch schon letztlich darüber gesprochen, ne? Am Anfang, du hast gesagt, das was dir Resilienz gibt, ist z.B. dein Chor, ne? Und oder eben auch deine anderen Hobbys und dein soziales Umfeld.
Das ist übrigens, ich glaube, das war die zweit der zweitgrößte Faktor bei dem bei der psychischen Gesundheit, der gesehen wird. Ach, je nach Studie, ach keine Ahnung, liebe Hörer. guckt selbst nach, darum geht's jetzt auch nicht, aber eben sozusagen, wie es einem zu Hause geht, ne? Wie wie einem wie das soziale Umfeld ist, ob man sich da wohlfühlt, ob man sich da gut fühlt, ob man ein gutes Netz hat.
Genau, wie wie kriegen wir es hin, diese Resilienz zu schaffen? Vielleicht auch, ja, ja, sag was. Wie wie schaffen wir das? Du hast gesagt, ihr habt Lösung, ihr habt Lösung hast du gesagt. Ja. Ähm, na ja, wir also wir haben Lösung und wir haben vor allem ganz ganz viele Freunde. Genau, vielleicht um noch mal ganz grob auf das Thema Resilienz einzugehen für alle, die da nicht ganz so bewandert sind.
Ich bin ja wie gesagt dann geh so Leistungskurs und das ist Resilienz auch ein ganz großes Thema, weil Resilienz ja legen zur Krankheitsbewältigung immer wieder genannt wird und das ist ja nichts anderes als Widerstandsfähigkeit gegenüber Anforderungen zu sein, die die Umwelt an ein hat. Je nach Modell heißt das unterschiedlich, aber beispielsweise wird das als Stressor bezeichnet. Das heißt ein Stressor kommt auf mich zu.
Das kann eine Klausur sein, das kann irgendwie ein Vortrag sein, abgegeben werden muss, das kann Streit in der Familie sein, das kann auch ein Beziehungsende sein, was ja auch oft vorkommt, wenn man jugendlich ist. Also es gibt ganz viele verschiedene Faktoren die als Stressor wahrgenommen werden. Und je nachdem, ob der Körper das Gefühl hat, okay, damit kann ich umgehen, da habe ich die Ressourcen dafür das einzuordnen, das emotional zu verarbeiten und dem gerecht zu werden, was da an mich gefordert wird oder was von mir abverlangt wird.
Je nachdem wird es als Stress eingeschätzt oder nicht. Wenn ich die Ressource nämlich nicht habe, dann nimmt nur ich meinen Körper, das als Stress wahr. Und das ist dann der Punkt, wo wenn das ein Dauerstress ist, psychische Belastungen entstehen. Und die Diese Widerstandsfähigkeit, dass viel nicht als Stress eingeschätzt wird, sondern dass man sozusagen die Ressourcen hat, das ist das, was Resilienz darstellt. Es ist also ein konkretes Wechselspiel mit den Anforderungen, die die Welt hat. Und wie können wir Resilienz fördern?
Resilienz sieht für ganz viele Leute ganz unterschiedlich aus. Mir ist es ganz wichtig ein soziales Umfeld zu haben und viel mit meinen mit meinen engen und liebsten unterwegs zu sein und es gibt andere, die sind da weniger extrovertiert, die brauchen viel Zeit für sich und den ist es für die ist es wichtig alleine Sachen zu machen. oder andere brauchen ja so ein bisschen Ruhe und Achtsamkeitsübungen, die finden es z.B. total toll mal nach Zahlen auszumalen, Achtsamkeitsübungen zu machen, zu meditieren.
Also, es ist ja für jede Person unterschiedlich, was wir aber machen können, um das zu verbessern ist, wir müssen Schülerinnen und Jugendlichen beibringen, was Resilienz ist, weil es wird mega oft drüber geredet, aber schon allein diese Erklärung, was steht denn hinter diesem Begriff, wird ganz oft nicht mitgedacht und wenn ich einfach mal Jugendliche erkläre, das ist Resilienz und das ist auch, also auch natürlich, was hängt damit zusammen, was ist Stress überhaupt? Was macht Stress mit dem Körper?
Ähm, wie verschlimmert sich das auch z.B. wenn man ähm Schlafmangel hat, wie verstärkt sich das gegenseitig? Das sind alles Themen, die oft gar nicht angesprochen werden oder wenn nur sehr sehr gering und schon alleine, wenn man sozusagen aber darüber spricht, was ist Stress, was ist Resilienz und wie kann man Resilienz fördern auch ganz allgemein gesundheitlich gesprochen. Mhm. Ähm, nehmen das Jugendliche mit. Mhm. Und ich glaube, das darf man nicht unterschätzen, dass Jugendliche auch eine Selbstverantwortung spüren.
Also, sie haben ähm sie haben ja auch ein Interesse da dran gesund zu bleiben. Ähm, auch wenn man am Wochenende ein Bierchen trinken geht oder auf der nächsten Feier ein Kippchen raucht. Natürlich kommt das vor. Ähm, aber das hält ja nicht davon ab, dass man grundsätzlich nicht das Gefühl haben möchte, oh Gott, meine Schule überfordert mich so sehr, dass ich dem nicht gerecht werden kann. Ja. Ähm, und deswegen sagen wir, wir müssen mit Schülern in über Stressbewältigung sprechen. Wir müssen das in den Unterricht und in die Schule holen, weil da haben wir alle mal sitzen.
Das ist der einzige Ort, wo alle mal durchmüssen und wo niemand sich verstecken kann und deswegen müssen wir sie da abholen und da braucht es natürlich ganz ganz viel und da kommen unsere Forderungen. Ja, genau, ja das war super. Dann macht gleich weiter mit euren Forderungen. Jetzt sagt nicht Fachgesundheit. Nein, ich sag ich sag nicht Fachgesundheit. Ehrlich nicht? Okay. Nee. Ja Nee, wir sagen wir müssen das an vielen Stellen anbringen. Querschnittsaufgabe. Ja.
Es kann nicht sein, dass eine Lehrkraft in einem Fachbereich verantwortlich gemacht wird, dass mit Schülern zu machen. Natürlich gibt es Fachideen. Also nicht mal das Fach Gesundheit, auch Glück z.B. ist ja ein Fach, was sich Ja. mit Stressbewältigung auseinandersetzt aber A hat nicht jede Schule die Ressourcen, B hat jede Stundentafel in jedem Bundesland ist von vorne bis hinten voll und durchgeplant. Da jetzt ein neues Fach oben drauf zu planen würde das ja sprengen.
Was wir aber machen, was wir aber machen können, ist uns die Lehrpläne anzugucken und das können wir nie den Bundesland machen. Wir können nie den Bundesland gucken, okay, wo bietet sich das an? Und Ja. ähm Das halt nicht nur in Biologie zu machen, sondern auch in Englisch, auch in Deutsch, je nachdem was ich lese, worüber ich spreche. Das sind ja alles Faktoren, die damit reinspielen und ich kann das ja immer wieder aufbringen.
Das sehen wir ja nicht nur beim Thema Resilienz und mentale Gesundheit, das machen wir ja schon, z.B. mit Bildung, nachhaltige Entwicklung, was ja immer wieder aufkommt, wo alle dazu angehalten sind, diese 17 Nachhaltigkeitsziele zu vermitteln und genauso müssen wir auch mentale Gesundheit denken. Das geht aber nicht von heute auf morgen. Dafür brauchen wir Personal, dass das kann, dass weiß damit umzugehen. Ja. und genau da kommen natürlich auch alle Lehrkräfte ins Spiel.
Ähm, wir brauchen Lehrkräfte, die wissen damit umzugehen, die mit auch ja psychisch erkrankten Schülern gut umgehen können, die da sensibel drauf reagieren können und das geht nicht von heute auf morgen und das ist nicht kostenlos und da muss ich eine Gesellschaft entscheiden da rein zu investieren und zu sagen, das ist uns ein wichtiges Thema. Dieser Krise wollen wir begegnen ähm und dafür brauchen wir Personal, dass das für uns machen kann. Mhm. und das Das was für uns Das was für uns machen kann, was soll das Personal machen und wer soll das machen?
Was für ein Personal soll das sein? Also A natürlich die Lehrkräfte, weil wenn wir es als Querschnittsaufgabe im Unterricht haben, wollen muss jemand den Unterricht ab. halten. Ähm, dann müssen wir Lehrkräfte erstmal wissen, wer was Resilienz ist, ne? Genau, dafür brauchen wir Fort- und Weiterbildung, Sensibilisierung im Studium, aber für alle, die schon arbeiten natürlich auch später. Ähm, und das das kostet Geld und das ist glaube ich allen klar, das kostet Geld und das kostet Zeit. Mhm. Ähm. Und jetzt sage ich als Lehrkraft, ich meine, der Yunus ist heute nicht dabei, weil der mega Stress ist, mein Podcast-Kollege für dich, ne?
Du äh der äh du kennst ihn nicht, äh weil er total im Stress ist, da sage ich jetzt, ich bin selber nicht Resilienz oder gut, ich würde mich als Präsident schon bezeichnen, aber ich meine, ich bin selber im Stress, ne? Ich muss selber gucken, wo ich wo ich wie ich jetzt klar komme und jetzt soll ich noch eine Fortbildung belegen. Danke. Ja, ich weiß, das ist sehr sehr freundlich von uns und das tut mir auch immer sehr sehr leid, aber am Ende des Tages ähm ist ja genau das der Punkt.
Also es kann wir leben gerade in dem System, dass das Schülerin sehr sehr viel abverlangt und Lehrkräften Ja. und jetzt sagen wir, okay, Lehrkräfte sollen Schülerin beibringen. Ähm und genau da müssen wir ja auch die Grundstrukturen angucken, die Grundstrukturen können wir nicht von heute auf morgen ändern und deswegen müssen wir halt irgendwie in ganz kleinen Sparten anfangen. Und wenn wir uns die Lehrpläne angucken, vielleicht kann man es erstmal in der kleinen Anpassung machen und schauen, okay, wir betten das schon mal da ein, wo die Leute schon mal was davon gehört haben.
Ähm, also Biologieunterricht, wenn man Krankheitsbilder bespricht, wird das ja schon mal besprochen, aber dass man das ein bisschen ausweitet. Ja. Ähm, z.B. Also es gibt ja es gibt ja Wege, das nach und nach einzubringen oder das halt dann vor allem auch in der Ausbildung von der Kräfte schon mit zu denken, dass eben die Leute, die nachkommen, dass die das schon mal als Wissen haben und dann hat man schon mal Lehrkräfte in der Schule, die da ein bisschen informiert darüber sind.
Also, das ist auf alle Fälle ein langwieriger Prozess und keiner mit wir schicken alle Lehrkräfte nächste Woche auf eine dreitägige Fortbildung und dann ist das Ding gegessen. Ja. Das auf gar keinen Fall und ich glaube, das erwartet auch niemand von uns, aber es ist wichtig, dass wir uns alle damit auseinandersetzen. Ähm Ja, finde ich super. Wir Schülerin können uns ja nicht selber weiterbilden. Ja. Genau, also aber finde ich super.
Also ich meine, du hast jetzt hier gerade eine Lehrkraft vor dir sitzen, sag mir doch mal und an alle die zuhören ist ganz hören ganz viele andere Lehrerinnen und Lehrer auch noch zu. Was gib mir doch jetzt mal einen Tipp, was glaubst du, was gut ist für meine Schüler? Dann soll ich einfach also ich habe jetzt gut, ich habe jetzt schöne Fächer, ich habe jetzt Religion und Musik. Ich finde, dass von Natur aus sind das Fächer, die die Resilienz fördern, ne?
ähm, sind allerdings auch Fächer, die gleich erstmal schön gekürzt werden. Dann dieser ganze AG-Bereich oder sowas, der das Schulleben dann fördert. Das ist auch irgendwie alles finde ich total wichtig und wenn das Schulleben gefördert wird und das Miteinander in einer Schule, dann fördere ich damit auch die Resilienz, eben die soziale Eingebundenheit, ne? Ähm, und ja, sag noch mal eine Botschaft, schick noch mal eine Botschaft persönlich an an mich und an alle Lehrkräfte da draußen hinaus, bitte.
Ähm, Ähm, also ich glaube, meine meine ganz persönliche Botschaft wäre, wir kriegen es nicht von heute auf morgen hin das institutionell zu lösen und deswegen wäre meine Bitte, ich weiß, die Tage sind sind super stressig und ihr arbeitet alle über Stunden. Die GEW in meinem Heimatland hat ein Studium erhoben, dass im Schnitt 12 Überstunden die Woche gemacht werden. Und das ist ein Zustand, der kann nicht sein. Und wenn es trotzdem mal eine freie Minute gibt, vielleicht ist das ein Thema, dem ihr euch annehmen könnt.
Und wenn Wenn es nicht die die Weiter- oder Fortbildung ist oder das YouTube-Video, um sich mit dem Thema irgendwie mal ansatzweise auseinanderzusetzen, ich glaube, was schon Punkt ist, der der oft weiterhilft, ist wenn es die Möglichkeit für Klassenleiterstunden gibt z.B. die tatsächlich zu nutzen und mit Schülerinnen ins persönliche Gespräch zu gehen und auch wenn man jetzt nicht den Schülerinnen strukturell beibringen kann, wie Resilienz funktioniert, dann zumindest eine Ansprechpartner sein und ansprechbar sein.
und ähm eine Bezugsperson außerhalb vom Haushalt zu Hause bieten. Ja. Ich glaube, das ist was was ähm ja vielen Schülerinnen irgendwie noch mal eine weitere Stelle gibt, weil die Person, die wir dafür auch gerne hätten, Schulpsychologie, Schulsozialarbeiterin, das ist natürlich auch das, was als erstes weggekürzt wird an den meisten Schulen. Ähm und genau da genau da müssen wir ansetzen und vielleicht ist es dann doch irgendwie mal die eine Unterrichtsstunde, wo man am Anfang mal kurz fragt, hey, wie geht's euch denn? Ja.
Ähm, die den Unterschied macht für viele. Boah, super, Amy. Also, klasse, finde ich großartig. Du hast jetzt erst was von Inhalten erzählt, ne, sollen wir irgendwie als Querschnittsthema durch alle Fächer, wir sollen den Schülern beibringen, was Resilienz ist und so weiter. Und jetzt bist du auf eine ganz andere Ebene noch gegangen. Sprichst mir da sehr aus dem Herzen. Muss allerdings auch selbstkritisch sagen, kriege ich leider oft nicht hin, weil ich habe so viele Schüler und manchmal denke ich so, ich kann nicht mehr.
Jetzt, okay, ich sehe, dass du ein Problem hast, frag jemand anderes, ne? Aber äh das ist ähm das ist genau das das, was du gerade gesagt hast, das ist auch das, was ich in meinem Alltag ähm sehe, was den Unterschied macht. Einfach mal fragen sagen, wie geht's dir? Ne? Oder wie deine Mathelehrerin dich gefragt hat, was ist los?
Einfach einfach mal diese menschliche Ebene da noch mal reinbringen und einfach sagen: "Hey, ich sehe dich, du bist hier kein keine Lernmaschine, ne, die ich für die Wirtschaft ausbilde, sondern sondern du bist ein Mensch vor mir und ich sehe dich so wie du bist als Mensch, ne?" Genau. Ja, und wie und da da finde ich, da steckt eigentlich eine Haltung hinter, ne?
Da muss irgendwie eine Haltung hinter stecken und ich glaube, also Also, die meisten Lehrerinnen und Lehrer, die ich kenne, die haben eigentlich diese Haltung von Natur aus. Die sind Lehrer geworden, weil sie das auch irgendwie so wollten und diese Mühle, in der wir uns befinden und dieses System, was uns irgendwie so einzwängt, das führt dann dazu, dass wir irgendwie das das vergessen und dann auch irgendwie nicht mehr können, ne? Und dann ja, einfach uns auch die Energie da fehlt, ne?
Gut, Amy, hast du noch ein paar Forderungen, wo du sagen würdest, das haben wir noch vergessen? Das sind wichtige Forderungen, die wir immer so vorbringen und ähm das das müssen wir im Blick behalten, ne? Ja, ich glaube, was was in dem ganzen Kontext immer wieder mitschwingt, ähm was man oft ein bisschen vergisst, ist das ganze Thema Medienkompetenz. Mhm. Ähm, ich hatte das vorhin bei dem, was Schüler in Stress mal so kurz eingerissen.
Ähm, Social Media ist ein großes großes Thema, ähm Fake News ist ein großes Thema, was ja auch ähm mit auf die mentale Gesundheit einwirkt und ich glaube, genau da ist wieder der gleiche Punkt. Wir brauchen halt irgendwie eine Stelle, die das vermittelt, ähm was Medienkompetenz ist und wie man damit umgeht und wie man Fake News erkennt. Und auch das ist genau das gleiche Thema mit man muss fort und weiter bilden und der Digitalpakt-Schule hat uns halt nun mal die Tablets und die digitalen Tafeln gebracht. Der hat uns aber nicht die Fort- und Weiterbildung hin gebracht.
Gut, also ich kann dir ganz kurz sagen, dann dann sagst du mal, was was äh was da ja Digitalpakt habe ich sogar jetzt hier in der letzten Folge drüber gesprochen, das soll ja jetzt dieses Jahr irgendwie weg von den ähm ganzen Materialien hin zu der Ausbildung sozusagen und den Fortbildung kommen. also Personal, das Personal wird jetzt mehr in den Blick genommen. Bei uns sehen die Fortbildung dazu aus, wie gehe ich mit dem iPad um? Also, wir haben auch iPad-Klassen, die iPad die iPads erhöhen die Bildschirmzeit der Schüler und Schüler.
Sie sind tagsüber am iPad, sie sind nachmittags an den Hausaufgaben am iPad und sie sind dann noch permanent am Handy und für mich ist dann Bildungs, also ja, Medienkompetenz sieht so aus. Wie gehe ich damit um? Aber was was mir fehlt ist eigentlich Ähm, wie schütze ich mich auch vor den Risiken? Das kommt, also aus meiner Perspektive jedenfalls, in meinem kleinen Kosmos da so ein bisschen äh zu kurz. Wie siehst du das?
Ähm, ich glaube, das ist was, was wir in unserer Forderung nach mehr Medienkompetenz mit beinhalten, weil es ist nicht damit getan, dass Schülerinnen vom Blog auf dem iPad wechseln. Das ist nicht Medienkompetenz und das ist kein digitaler Unterricht. Ähm, genauso wie Fort- und Weiterbildungen für Lehrkräfte nicht einfach sein können, okay, wie mache ich ein iPad an und aus und wie benutze ich ein Apple Pencil? Ähm, also, wie kann ich Unterricht tatsächlich sinnvoll mit digitalen Endgeräten gestalten? Umfasst ja viel viel mehr. Ja.
Ähm, auch die Möglichkeiten, die das darbietet, was für unterschiedliche Methodiken man damit anwenden kann, ob's äh Bilder sind, ob's Videos sind, ob's Texte sind, ob's Umfragen sind. Das ist ja, also eigentlich bietet es ja ganz ganz viel Potenzial und ähm damit muss man ja aber umgehen können und das ist halt, wie gesagt, nicht damit getan, dass man vom vom Blatt aufs iPad wechselt. Ähm, und ich glaube Und und Handyverbot so? Also, wie siehst du das? Oder wie sieht Nee, du sprichst ja nicht für dich, sondern wie seht ihr das so? Handyverbot?
Ähm, da haben wir auch eine eine klar uneindeutige Meinung. Ja, Okay, das ist aber sympathisch, finde ich. Nee, wir sagen, also generelle Verbote sind nicht zielführend, weil das ist weit an der Lebensrealität von Schülerinnen vorbei. Ähm, also spätestens, wenn man nach Hause kommt und die Eltern ja ebenfalls am Handy sind und ähm digital arbeiten, man lernt ja auch vom Vorbild. Mhm.
Ähm, und ich glaube oder wir glauben, dass da so ein generelles Verbot der der falsche Weg ist, wenn es von oben herabkommt. Also, wenn Ministerium einfach entscheidet, wir machen jetzt generelles Handyverbot ähm vor allem für weiterführende Schulen, das ist der falsche Weg. Wenn eine Schule das für sich entscheidet mit den Schülerinnen gemeinsam in einem demokratischen Prozess, das gegebenenfalls von den Schülerinnen initiiert wird, alles gar kein Thema, aber von oben herab solche Sachen zu entscheiden führt viel mehr zu wir verschre wir wir versperren uns dem einfach einfach.
Wenn es gemeinsam entschieden wird, dann wird's umgesetzt und dann sehen auch die Schüler in den Vorteil da drin, aber das muss jede Schule für sich entscheiden. Und da wollen wir gern vom Weg absehen, der ja politisch oft empfohlen wird, dass man das einfach generell entscheidet. Dafür sind Schulen viel zu individuell und viel zu unterschiedlich, um das so von oben herab irgendwie sagen zu können, was da sinnvoll ist. Ja. Ich habe meiner Frau Frau versprochen, dass ich noch mal dich frage nach den Sanitäranlagen. Wie ist das ein Thema für euch?
Also das so also Ich hab mit ich hab ich hab meinen Kindern ich hab meinen Kindern erstmal erklärt, wer du bist, ne? Ich habe gesagt, hier Papa, der hat jetzt hier gleich ein Gespräch und so, habe ich erstmal erklärt, was so eine Generalsekretärin eigentlich macht, so was ich mir so vorgestellt habe, ne, was du so machst und dann habe ich gesagt und Habt ihr noch einen Wunsch irgendwie?
Habe ich gesagt, mein mein kleiner, mein kleiner Sohn, also ich habe vier Kinder und mein kleiner Sohn, der ist jetzt in der ersten Klasse, habe ich gesagt, die vertritt dich, die vertritt dich, ne, vor vor den Politikern in Berlin und genau und dann habe ich gesagt, habt ihr noch eine Frage irgendwie, was soll ich fragen? Hat meine Frau gesagt hier: "Sanitäre Anlagen." Ja. Ja.
Sanitäre Anlagen, Thema vom vom Schulbau, vom Schulausbau, Ja von vom Schulsanierungsstau A über 55 Milliarden Euro in Deutschland. Ähm, ja, sanitäre Anlagen ist ein großes Thema. Ist es doch, oder? Also, Es ist ich riesiges meine gibt es eigentlich ein Gibt's das Studium darüber, wie viele Schüler eigentlich gar nicht sagen, dass sie gar nicht auf Toilette gehen? Ich glaube nicht, aber es also Erfahrungswerte Könnte man mal machen. macht ihr das doch mal.
Dafür gibt's die German Toilet Organization. Ich finde es immer lustig, dass sie den englischen Titel haben, obwohl es eine deutsche Organisation ist. Ähm, aber die geben halt vergeben z.B. den Schultoilettenpreis. Da sind wir auch mit dabei, mit denen sind wir auch im Kontakt, die die GTO. Ähm, die wollen gerne, dass man sich mehr damit auseinandersetzt und ähm zeichnen Projekte aus, die den den Sanitäranlagen ihrer Schule in neuen Glanz verleihen, indem sie das neu streichen, selbst renovieren, selbst sanieren, ähm um da halt so ein bisschen entgegenzuwirken.
An und für sich ist aber tatsächlich der Regelfall, dass Schultoiletten sehr sehr marode sind, ähm kalt sind, kaputt sind, äh teilweise abgeschlossen werden, damit da niemand drauf geht und so. Also es ist Es ist stinken. Es ist wirklich ganz fatal und die Lehrkräfte, die haben dann ihr Lehrkräfteklo und fühlen sich gar nicht verantwortlich. Das muss ich ganz ehrlich auch so sagen und das also, dass man das als Schulgemeinschaft bezeichnet, finde ich an vielen Punkten ist eine Frechheit.
Lehrkräfte können ja natürlich nichts dafür per se, weil Schulbau ist nicht Aufgabe der Schulleitung, ist der Träger dafür verantwortlich. Ja. Klar, aber wir sagen immer vorne und hinten fehlt das Geld, aber so eine Toilette sollte dann doch zumindest in dem Zustand sein, dass sie dass man nicht das Gefühl hat, das ist ja schlimmer als die Edelstahltoiletten auf der Autobahn Raststätte. Ja.
Und und äh sag mal, ich gucke gerade so auf die Uhr, hast du noch ein zwei drei Minuten so ein bisschen Ja ja Zeit oder super, dann muss ich jetzt mich nicht stressen. Weil mich würde jetzt noch mal ganz kurz erz äh interessieren, kannst du mal an dem Beispiel so äh ganz kurz so erzählen, wie ihr das dann so macht?
Also mit äh wem wem sagt ihr denn Jetzt hier geht ihr dann in den Bundestag oder sowas und sagt, wir brauchen mehr Geld für sanitäre Anlagen oder ich meine, das ist ja Ländersache, das wissen wir ja alle, aber wir wissen jetzt auch, es gibt ja jetzt auch diesen den jetzt habe ich gerade den Namen vergessen, wo 5 50% die Länder und 50% der Bund zahlt, ne? Genau, ja, danke. Du bist voll im Thema drin. Genau.
Gut. Genau. Also, wie wie geht ihr davor so, ne? An dem Beispiel. Oder was genau, was wenn wir das so sehen? Was was können wir dann machen? Wir brauchen bessere Sanitäranlagen. Wir brauchen bessere Sanitäranlagen, muss man sich natürlich erstmal drüber bewusst sein. Okay, grundsätzlich Trägerthema. Grundsätzlich der Schulträger verantwortlich, entweder Landkreis oder Stadt oder Freierträger, je nachdem. In ganz seltenen Fällen auch das Land.
Und das heißt natürlich für uns erstmal, okay, es ist jetzt per se nicht nicht hauptsächlich unser Job, aber wir machen natürlich trotzdem was. Und zwar A sind wir mit mit Institutionen und Verbänden im Kontakt, die da zu dem Thema was machen. Jetzt beim Beispiel Schultoiletten, wie gesagt, die German Toilet Organization, mit der wir zusammenarbeiten, diese Projektförderung machen. Da werben bei den Unterstützern auf den Veranstaltungen mit Sinn und so weiter und so fort. Also, das ist so, das was wir sozusagen mit anderen bildungspolitischen Akteuren machen, das ist so Punkt 1.
Punkt 2, den wir haben, ist die ganze Verwaltungsebene. Ähm, wir haben natürlich jetzt, also wir sprechen jetzt nicht im Bund Bundestag im Regelfall, aber natürlich sind wir ans Ministerium angeknüpft ans BMW BMW FSJ. Klingt gut. Glaube ich. Kann man das eine Buchstaben Ja, habe ich habe ich bestimmt eine Buchstaben vergessen, aber seitdem das nicht mehr BMWF heißt, ist irgendwie sehr sehr lang geworden.
Genau, aber so natürlich sprechen wir auch mit denen und können halt sagen, hier, das ist ein Thema und das machen wir auch im Regelfall mit den Themen, die wir haben, dass wir tatsächlich Gesprächstermine haben mit Ministerin, aber auch mit Referentinnen und anderen Mitarbeiterinnen im Ministerium, die halt für den entsprechenden Bereich zuständig sind und unsere Forderung an die Rand tragen und mit denen gucken, okay, wie kann man das umsetzen und oft ist der der Weg dann halt, dass die das irgendwie mitnehmen und intern besprechen oder dass das dann halt tatsächlich in die Bildungsministerkonferenz geht, dass die das Thema mal auf dem Schirm haben. Mhm.
Die Beschlüsse, die die da fassen, sind natürlich nicht hundertprozentig greifen, sondern ist ja dann noch mal der Eigenverantwortung der Länder das umzusetzen, aber dort kann ja auch drüber gesprochen werden zumindest. Mhm. Okay Wie können wir das mit Finanzierung machen? Das Job Chance Programm war in der BMW war ja aber natürlich auch im im Bundestag debattiert und so weiter und so fort.
Oder muss man natürlich dann ganz ganz viel Diplomaten von A nach B über Z mit den Menschen sprechen, damit man halt diese Forderung überein bekommt und dann halt beispielsweise das Kooperationsverbot umgeht, indem sich die Länder finanziell beteiligen oder ähnliches und dann ist so ein bisschen unsere Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedsländern gefragt, dass die dann halt entsprechend auch in den Ländern mit den Ministerien über die gleichen Themen sprechen, dass das dann halt auch in den Kommunen ankommt und dass die dass die Kreisverbände dann entsprechend wieder mit den Verwaltungsstellen reden.
Also die Verzweigung, die wir von unten nach oben haben, um unsere Beschlüsse zu haben, die muss auch von oben nach unten funktionieren, dass das was dann bei uns rauskommt auch auf den anderen Ebenen immer mal wieder angesprochen wird. Und so versuchen wir mit den Verwaltungsstellen zu reden, dass es so Säule 2 und Säule 3 ist. Wir haben wir haben die wir haben das Netzwerk abgegrast, wir haben mit dem Bundesministerium geredet oder warten dann noch auf dem Gesprächstermin, wenn ich auf dem Gesprächstermin warte, wie fühlen die sich denn so gestresst, dass sie mit den geben? Ich mache Pressetechnisch drauf aufmerksam.
Und ich gebe Interview dazu oder ich schreibe jemand an. Es gibt ein also es gibt teilweise einzige einzige Zeitungsartikel darüber, wie schlimm die Situation an deutschen Schultoiletten ist oder mit deutschen Schultoiletten ist, wo sich dann es gibt sehr sehr lustige Fotos von Schülervertreter in wie sie auf irgendwelchen Toiletten von irgendwelchen Schulen stehen, die ganz ganz marode aussehen, um zu zeigen, wie drastisch die Situation in Realität einfach ist. Ja. Und das ist so ein bisschen Säule 3, die wir bespielen.
Wir machen ganz viel aus in Vertretung und Pressearbeit und sprechen in Podcasts, in Interviews, mit Zeitungen darüber, wie es an deutschen Schulen aussieht und was wir was wir da verändern wollen, um da einfach die gesellschaftliche Debatte aufzumachen. Ich würde gerne noch eine etwas kritische Frage vielleicht stellen. Ähm, sag mal bei dem ganzen Thema, jetzt haben wir da so über mentale Gesundheit gesprochen und und das ist ja irgendwie, ihr habt jetzt so eine Kampagne gestartet, 2022 oder wann ging die los?
2025. 2025. Okay, ich dachte die Vorbereitung wahrscheinlich, ich habe irgendwann mal Egal. Auf jeden Fall ist jetzt eine ganze Kampagne und das ist jetzt irgendwie so ein Riesenthema und alle reden über mentale Gesundheit und Resilienz und sag mal, kann das nicht auch vielleicht nach hinten losgehen?
Also erziehen wir nicht dadurch eine Generation, die irgendwann hypersensibel auf Stress reagiert und den echten Druck gar nicht mehr aushält und dann irgendwie gleich bei einer Kleinigkeit dann irgendwann später im Beruf einknickt.
Die Frage ist, nur weil es früher so war, war es früher wirklich besser, glaube nicht und je also ich würde das nämlich genau andersrum aufräumen, je resilienter Schülerin sind und die aufgeklärt, dass sie über ihre Stresspunkte sind, desto besser können sie auch Grenzen ziehen und es ist vollkommen okay auch in einem Angestelltenverhältnis Grenzen zu ziehen und zu sagen, ne, in meinem Urlaub, da lasse ich das Arbeitshandy tatsächlich zu Hause. Schocker.
Ähm, ich glaube, das ist so ein bisschen am Ende des Tages eigentlich, wenn man das jetzt aus einer sehr konservativen Sicht betrachten möchte, die sehr sehr legitim ist in diesem Faktor, wenn man sich das mal finanziell anguckt, ist Resilienz in Schule zu Schulen ein wirtschaftlicher Erfolg, weil Gesundheitssystem kostet. Jeder Burnout, jede Depression, jeder jeder Arbeitsausfall aufgrund von Erschöpfung, der kostet uns effektiv Geld.
Wenn Wenn die Menschen aber mit dem Stress und den Anforderungen besser umgehen können, weil sie das in der Schule schon lernen, haben wir ja effektiv weniger Gesundheitsausgaben und sparen damit Geld und können damit auch unsere Wirtschaft steigern oder fordern. Und deswegen würde ich das genau umgedreht machen und nicht sagen, die Leute sind anfälliger für Stress. Nein, sie wissen einfach nur, was sie stresst, können Grenzen ziehen, damit ihre Gesundheit bewahren und damit wiederum unsere Gesellschaft unterstützen.
Und deswegen ist mein ganz persönlicher takeaway auch von der ganzen Aktion, öfter die Frage stellen: "Geht's mir gut?" Dann hoffentlich zum Schluss kommen mir geht's gut und wie mit der Work-Life-Balance, weil da hat IKEA einfach einen sehr wichtigen Punkt gemacht. Ja, herrlich, Amy, super. Gute Antwort. Okay, alle Achtung. Und sag mal, was war so der der höchste Politiker, mit dem du mal so gesprochen hast? Magst du mal aus dem Nähkästchen plaudern? Hast du mal mit dem Bundeskanzler gesprochen?
Ich war Äh, fast. Ich habe tatsächlich fast mit dem Bundeskanzler gesprochen. noch mit Olaf Scholz. Ja. Ähm, ich war einmal im Bundeskanzleramt. Ja. Da haben wir gerade ein großes Positionspapier noch im Landes Schulerrat verabschiedet zum Thema Rechtsextremismus an ähm ostdeutschen Schulen. Das haben wir mit den ostdeutschen Landesvertretungen gemacht, das sind zwischen bundesweite Positionen. Äh, damals aber nur von den sechs Ost oder von den neuen Bundesländern ähm veröffentlicht und da waren wir im Bundeskanzleramt und haben uns mit Rehm ähm Aliba, oh Gott. Das ist jetzt ein bisschen unangenehm. Rehm.
Äh Äh, die Nachnamen weiß ich immer nicht. ersten Nachnamen Radovan ist auf alle Fälle der letzte Nachname, ich glaube ähm auf alle Fälle haben wir mit Rehm getroffen und mit Carsten Schneider und Rehm war damals noch Gleichstellungsbeauftragte und Carsten Schneider war auch Beauftragter. Das war ziemlich cool auch einfach weil man am Bundeskanzleramt war. Ja.
Ich hab ich hab gerade ich muss gerade nachgucken hier also ich muss Ala Bali genau Ala Bali Radovan genau Ja Ich glaube sie wird nicht böse sein. Ich hoffe nicht Okay Also das war ziemlich cool und ansonsten ja Michael Kretschmer aber das ist halt also das ist so der der höchste mit dem man irgendwie in in Sachsen sprechen kann. Ja. Hast du mit dem mal gesprochen dann also als als noch Schülersprecherin von ähm Bundesland Sachsen, ne? Genau. Warst du da? ähm Genau. Okay. Und wie war das so?
Sag mal und äh wie war das so? Also war der nett? Es war tatsächlich ein sehr netter Termin mit ihm und unserem Kultusminister mit Konrad Clemens zusammen. Ähm und wir haben über Bildungsgerechtigkeit gesprochen, weil wir haben eine große Aktionswoche zu dem Thema gemacht unterm Thema "Rettet die Bildung, bildet die Rettung". Mhm. Ähm genau und da haben wir mit ihm über Bildungsgerechtigkeit gesprochen und persönlich ist der sehr sehr nett. Ähm das muss man ihm lassen und Witz hat er auch.
Aber natürlich ähm die Parteiforderung zum Thema Bildung waren dann zumindest zu dem Zeitpunkt doch andere als die die der Landeschülerrat aufgestellt hat. Ist aber auch okay. Und das Gespräch war sehr sehr gut auch mit mit seinem Kollegen Alexander Dilks, der ist unser Landtagspräsident in Sachsen, ähnliche ähnliche Erfahrung gemacht. Viele Politiker sind sehr sehr nett, auch wenn man die inhaltlichen Positionen nicht immer nachvollziehen kann. Ja, okay. Ja, gut, okay. Aber und und sag mal und Olaf Scholz hat die aber nur zugewunken, ja? Oder?
Ja, Olaf Scholz wäre tatsächlich bei der diesem Termin Bundeskanzleramt dabei gewesen, das wussten wir noch gar nicht, als wir da dahin gegangen sind. Das wurde uns dann erzählt, aber ihm ist dann kurzfristig was dazwischen gekommen. Ja, gut, deswegen Das war man nicht nicht da kann man schon verstehen, ne, dass da Ich denke doch dass Bundeskanzler manchmal kurzfristig was dazwischen kommt. Ich glaube, das ist so, wenn man Bundeskanzler ist. Oder wenn man oder wenn man Generalsekretärin ist, ne? Deswegen freue ich mich auch, dass das hier geklappt hat hier so mit dir.
Ich bin fast am Ende, ich habe noch eine Abschlussfrage, Amy, wenn du nicht noch irgendwie sagst, oh, ich wollte unbedingt noch auch hier diesen diesen einen Aspekt. Gibt's noch irgendwas? Nee, du schüttelst den Kopf. Okay, ich habe irgendwie alles gefragt, was genau, was mir wichtig war und anscheinend passt das so.
Ja, wir haben jetzt über mentale Gesundheit gesprochen, wir haben darüber gesprochen, was eure Forderungen sind, was ihr so macht, wie es uns so geht in Schule, wie es Schule so geht, was was das Schulsystem, ja, wie es so ist. Ich habe dich irgendwie dann unterbrochen, als du gesagt hast, ja, Ähm, wir müssen mal gucken, wer jetzt eigentlich dafür verantwortlich ist, das Schulsystem zu zu retten, ne?
Ähm, und ähm ja und jetzt wir sind ja hier im Podcast Lehrer Talk und unser Motto ist auf nach Utopia und deswegen meine Schlussfrage, Amy, wie sieht deine Schule in Utopia aus?
Meine Schule in Utopia ähm sieht so aus, dass wir Schule nicht als reinen Lernort denken sondern als Lebensort, ähm der von einer Schulgemeinschaft gestaltet und gelebt wird ähm und dass wir Schülerinnen haben, Kinder und Jugendliche haben, die sehr sehr gerne zur Schule gehen und die lernen nicht als Aufgabe, sondern als Chance verstehen, ähm die jeden Tag wieder begeistert in die Schule gehen und Lust da drauf haben zu lernen oder mindestens jeden zweiten Tag Lust haben was zu lernen.
Ähm, und sich auch im hohen Alter noch dran erfreuen, neue Dinge zu erfahren.
Ähm, ich glaube, das wär das wär meine Schule, wo ich sage, das wär wahnsinnig toll und dass wir Schule auch nicht nur haben, wo vorne eine Lehrkraft steht und Schüler hinsetzen und sich brauschen lassen von dem, was so erzählt wird, sondern dass wir gemeinsam lernen, dass wir in Projekten lernen und dass auch nach der Schule die Schule so schön ist, dass man gerne da bleibt und freiwillig Energie besucht oder die Schule so offen gestaltet ist, dass man die ein oder andere Disco oder abends feiert.
Ich glaube, das wäre cool, wenn wir Schule als als Möglichkeit und als Ort der Möglichkeiten und Chancen verstehen würden, wo alle alle gerne sind und natürlich nicht nur die Schüler in sondern auch die Lehrkräfte und auch die Eltern, dass die dass die alle an einem Strang ziehen und gerne da sind, gerne arbeiten, ihre Kinder gerne hinbringen und abholen und zum Elternabend gehen und sich freuen die anderen Eltern zu sehen und sich nicht denken ach Mensch eine Verpflichtung mehr.
Ja, ich glaube das ist meine meine Schule der der Utopie eine eine Schule, wo sich alle wohlfühlen alle gerne lernen und natürlich auch alle die gleichen Chancen und Möglichkeiten haben. Ah, klasse, wunderbar. Amy, jetzt kann nichts mehr kommen. Ganz, ganz vielen Dank dir für dieses Gespräch, dass du Zeit hattest für uns. Und ja, ich sage vielen Dank. Vielleicht kannst du noch eine eine Sache sagen, wo kann man irgendwie dich erreichen?
Hast du einen Instagram Account oder wenn man sagt, hey, die Amy, die ist total cool, ich will der irgendwie folgen oder ähm ähm ja, oder ich will mich mal mit den mit dem mit der Bundesschülerkonferenz in Verbindung setzen. Kannst du da vielleicht noch einen Satz zu sagen? Genau, also wer mich ganz persönlich erreichen will und mein meine Arbeit bisschen verfolgen möchte. Ich habe ein Instagram-Account Amy's Weinhaus. War ich ganz kreativ, also Weinhaus auf Deutsch. Genau, dem ist gibt's auch irgendwann mein LinkedIn Account, aber ich glaube, das dauert noch ein bisschen.
Ähm, genau und ansonsten erreichbar mich unter generalsekretärin@bundesschülerkonferenz.com. Die E-Mail-Adresse steht bei uns auch auf der Webseite. Wir haben auch von der Bundesschülerkonferenz aus dem Instagram-Account, der heißt auch einfach Bundesschülerkonferenz. Genau und wer mehr zur Kampagne erfahren will, auch die hat eine Webseite uns-geht-mus-gut.de. Ähm, auch da gerne vorbei gucken. Ja, und ich freue mich auf alle, die sich melden oder einfach nur mal schauen, was wir sonst so machen. Ja, super Amy. Ganz ganz vielen Dank.
Ich wünsche euch auch ganz viel Erfolg weiterhin bei eurer Arbeit. Das ist total klasse, dass ihr das so ehrenamtlich und so engagiert macht und auf jeden Fall eine tolle Konferenz und ja, vielleicht ergibt sich ja, dass ich dass wir noch mal von euch hören, wie die Konferenz so verlaufen ist. Wünsche ich auf jeden Fall alles Gute und dann sage ich Tschüss Amy und wir machen uns auf zusammen nach Utopia. Ich bin voll dabei.

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