Lehrer-Talk, das sind Junus und Tobi.

Tobi stellt sich kurz vor. Lehrer. Seit 2009 Erfahrungen an zwei Gymnasien und einer IGS. Musik, Religion, Mathe. Ehemann. Vater. 4 Kinder. Musiker. Saxophonist. Spirituell-Findender. Pädagogisches Motto: Mittelweg zwischen idealistischen Träumereien und harter Realpädagogik.

Oder mögt ihr es gerne ausführlich? Ich bin Mitte dreißig, verheiratet und habe vier Kinder. Lehrer wollte ich schon seit der 9. Klasse werden. Allerdings hatte ich ein etwas blumiges Bild von diesem Beruf, da ich keine Lehrer in meiner Familie oder engerem Freundeskreis verbuchen konnte. Mit jedem Jahr mehr in der Schule häuften sich meine Fragen rund um Schule und Unterricht: Sind Schulnoten gerecht und wirklich vergleichbar? Sind Gymnasien noch zu halten? Welches Schulsystem ist das beste? Wie motiviere ich meine Schüler? Ist Bildungsgerechtigkeit zu schaffen oder Utopie? Welche Unterrichtsformen sind wirklich gut?

Bald schon brachten diese und weitere Fragen mich teilweise zur Verzweiflung. Die schlimmste Beobachtung die ich machte: Schulbildung wird in Deutschland häufig nicht wertgeschätzt. Das schlägt sich nieder in fehlender Wertschätzung der Schulpolitik, der Schulen, der Lehrkräfte, des Unterrichts. Und das Schlägt zurück auf die Wertschätzung der Schüler, der Gesellschaft. Ist da was Wahres dran oder ist das nur meine persönliche subjektive Wahrnehmung? Woran kann das liegen?

In diesem Podcast habe ich das für mich passende Format gefunden, diesen und weiteren Fragen nachzugehen. Ich führe gerne tiefgründige und ehrliche Gespräche. Dabei möchte ich von meinen Gesprächspartnern lernen und gleichzeitig meine Erfahrungen aus der harten Praxis weitergeben. Dieser Podcast ist für mich zugleich künstlerisches Hobby, persönliche Fortbildung und Reflexion meiner Gedanken. Und ich freue mich darüber, wenn du als Hörerin oder Hörer auch ein paar Gedankenanstöße aus unseren Gesprächen mitnehmen kannst.